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14. März 2017

Zwei Frauen allein durch den Iran
 

Silvia Hauptmann und ihre Tochter Franziska aus Taubenheim bei Bautzen haben eine ganz besondere Reise gewagt! Mit einem Diavortrag wird Frau Hauptmann von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in einem Land, das weitgehend von Männern dominiert wird berichten.

Bild: Silvia Hauptmann

 

Wir befinden uns im Landeanflug. Das Kopftuch griffbereit. Es ist kurz vor Mitternacht und ein Halbmond wie aus dem Bilderbuch begleitet uns seit der Zwischenlandung in Istanbul. Teheran. Was wird uns erwarten? Eine finstere Stadt ohne Leuchtreklamen und nächtlichem Leben? Etwas mulmig ist uns schon. Zwei Frauen allein unterwegs im Iran. Allen Unkenrufen zum Trotz. Ihr werdet entführt, erschossen, verschleppt war die allgemeine Reaktion. Dabei ist der Iran ein sicheres Reiseland - auch für Frauen.

Persien: Das Land der Fliegenden Teppiche, der Scheichs und Mullahs, das Land der Geschichten aus 1001 Nacht, der Karawanen und Wüsten.

Kurz vor der Landung wird es unruhig in den Reihen, denn es beginnt die übliche Verschleierung. Schon da lassen sich große Unterschiede in der Frauenwelt erkennen. Während die einen nur lässig einen Schal umwerfen, legen die anderen großen Wert darauf, dass auch die Haare vollständig unsichtbar bleiben. Wir halten es eher leger und mit  einem gegenseitiger Mutter-Tochter-Blick bestätigen wir: Berlin – Istanbul – Teheran - „ Das Kopftuch sitzt.“  Für die nächste Zeit wird es uns zur Selbstverständlichkeit werden und ist  sicherer Beweis: Wir sind in einem islamischen Staat.

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